Gemeinsam für mehr Artenvielfalt
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schöne bunte Blumenwiese in den Bergen

Gemeinsam für mehr Artenvielfalt

So kannst Du ganz einfach etwas für mehr Artenvielfalt tun!

Die Artenvielfalt ist ein wertvolles Gut, das uns alle verbindet – und genau deshalb widmen wir das Jahr 2026 unserer Initiative ‚Gemeinsam für mehr Artenvielfalt‘. Jeden Monat teilen wir mit euch einen Tipp, der dabei hilft, die Natur zu schützen, Lebensräume zu erhalten und mehr Bewusstsein für unsere Umwelt zu schaffen. Gemeinsam können wir Schritt für Schritt ein Stück Vielfalt bewahren.

Rasenschnitt redzuieren

Zum Schutz der Artenvielfalt hilft es, den Rasen nur etwa drei- bis viermal im Jahr zu mähen und die Schnitthöhe auf ca. 8 bis 10 Zentimeter anzuheben.

Weitere Tipps um die Artenvielfalt im Garten zu schützen:
Mosaik-Mahd: Dabei wird nicht die gesamte Fläche auf einmal gemäht, sondern einzelne Wildblumenplätze stehengelassen oder versetzt gemäht. So finden Bienen, Schmetterlinge und viele andere Insekten immer genug Rückzugsorte und Nahrung.
Schnittgut entfernen: Entferne das Mähgut. Somit bleibt der Boden nährstoffarm, was wiederum die Wildblumen fördert. 
Senseneinsatz: Die Nutzung einer Sense oder eines Balkenmähers ist schonender für die Kleintiere als ein herkömmlicher Sichelmäher. 

Natürlich düngen

Natürlich düngen liegt im Trend – und das aus gutem Grund. Natürliche Düngemittel versorgen Pflanzen schonend mit Nährstoffen und fördern gleichzeitig die Bodenqualität. Der große Vorteil natürlicher Dünger ist, dass sie nachhaltig wirken und das Bodenleben stärken. Jedoch ist die Nährstoffzusammensetzung weniger exakt steuerbar als bei mineralischen Düngern.
Diese Materialien eignen sich hervorragend:

  • Kompost ist ein echter Allrounder und verbessert die Bodenstruktur, braucht aber etwas Zeit in der Herstellung.
  • Mist liefert viele Nährstoffe, sollte jedoch gut verrottet sein, um Pflanzen nicht zu schädigen.
  • Kaffeesatz ist ideal für Rosen, Tomaten und Beeren. Er wirkt leicht säurebildend und liefert wertvolle Mineralstoffe.
  • Eierschalen können zerbröselt in den Boden eingearbeitet werden und dienen als Kalziumspender für Tomaten und Zucchini.
  • Hornspäne eignen sich besonders für stickstoffhungrige Pflanzen wie Gemüse, wirken dafür eher langsam.
  • Pflanzenjauchen, etwa aus Brennnesseln, sind schnell verfügbar, haben aber einen intensiven Geruch.
  • Holzasche kann Kalium liefern, sollte jedoch sparsam eingesetzt werden.

Insektenhotel aufhängen

Ein Insektenhotel ist weit mehr als ein hübscher Blickfang – richtig gestaltet und platziert wird es zum wertvollen Lebensraum für zahlreiche Nützlinge. Achtet bei der Auswahl vor allem auf geeignete Materialien: Trockenes, abgelagertes Hartholz mit sauber gebohrten, unterschiedlich großen Löchern bietet ideale Nistbedingungen. Auch Schilf- oder Bambusröhrchen sind sinnvoll – dekorative Füllungen wie Tannenzapfen oder Holzwolle hingegen bringen kaum Nutzen.
Ebenso entscheidend ist der Standort, der ein warmer, sonniger und zugleich geschützter Platz, etwa an einer Hauswand oder unter einem Dachvorsprung sein sollte. So sind die Insekten vor Wind und Regen geschützt und profitieren von der milden Morgen- und Abendsonne, ohne der intensiven Mittagshitze ausgesetzt zu sein. Blühende Pflanzen in der Umgebung liefern Nahrung und machen das Insektenhotel überhaupt erst attraktiv. Richtig umgesetzt, wird es so schnell zum lebendigen Beitrag für mehr Biodiversität – und unterstützt ganz nebenbei die natürliche Bestäubung im Garten.

 

Nistkästen aufhängen

Mit einem richtig aufgehängten Nistkasten schaffst Du einen wertvollen Lebensraum für heimische Vögel. Besonders im Herbst lohnt es sich, denn schon im Winter dienen die Kästen als geschützter Rückzugsort und werden zur Brutzeit vertraut angenommen. Ideal ist ein ruhiger, wettergeschützter Platz in zwei bis drei Metern Höhe, mit dem Einflugloch nach Osten oder Südosten. So bleiben Sonne, Regen und Wind draußen. Ein sicherer, fester Halt schützt vor Räubern und sorgt dafür, dass die Nisthilfe ruhig hängt. Mit ausreichend Abstand zu anderen Kästen und einer regelmäßigen Reinigung legst Du den Grundstein für ein neues Zuhause voller Vogelgezwitscher. 

Vögel im Winter Richtig Füttern

Viele Menschen möchten gerade jetzt in der kalten Jahreszeit Vögel mit Futter im Winter unterstützen. Leider hilft die Fütterung meist nicht den Tieren, vor allem den seltenen und bedrohten Arten, die es am nötigsten hätten.
Wer Vögel richtig füttern möchte, sollte auf einige Punkte achten:
Dazu zählen das Füttern nur bei dauerhaft geschlossener, hoher Schneedecke und gleichzeitigem Frost unter minus fünf Grad, die Sauberkeit am Futterplatz, um die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern, nicht am Boden füttern und der Verzicht auf Speisereste. Optimal als Vogelfutter eignen sich Sonnenblumenkerne, Hanf, Hirse, Getreidekörner, Fett-Kleie-Gemische, Haferflocken, Obst, Rosinen, Futterringe und Futterknödel, Kokosnusshälften mit Rinderfett, Rindertalgstücke oder Kokosfett.