Die Geschichte der Schönegger Käse-Alm

1988 - Wo alles begann

Große Pläne brauchen einen Anfang: am 08. Mai gründet Sepp Krönauer (seit 1986 Käsermeister) neben seinem Elternhaus in Rottenbuch-Schönegg, mitten im oberbayerischen Pfaffenwinkel die Schönegger Käse-Alm! Ein kleiner Verkaufsladen wird neben dem jetzigen Laden unterhalb der Stadelauffahrt eröffnet.

1989: Erstmals Versand von Käse

Die Nachfrage am Heumilchkäse von Sepp Krönauer ist so groß, dass mit dem Versand von Käsepaketen per Post begonnen wird.

1990: Eröffnung der „Allgäuer Käse-Alm“ in Gründl

Zufriedene Kunden lassen die Nachfrage sprunghaft ansteigen. Im Gründl bei Lechbruck eröffnet Sepp Krönauer im April die „Allgäuer Käse-Alm“ mit Brotzeitstube, die durch sommerliche, musikalisch umrahmte Kässpatzenessen zu einem Magneten für Käseliebhaber aus dem weiten Umkreis wird. Im Juni wird mit einem großen Festzelt der zuvor umgebaute Laden in Schönegg eröffnet. Im Bauernhaus wird zusätzlich ein kleines Büro eingerichtet.

1991: Ausweitung der Käse-Almen

Der Erfolg verlangt nach ständiger Ausweitung der Aktivitäten. Weitere Verkaufsstellen werden eingerichtet, zum Beispiel die „Mittenwalder Käse-Alm“, die Im August mit einem großen Festzug eröffnet wird, oder ein Verkaufswagen, der Kunden auf Wochenmärkten im Augsburger Raum bedient.

1992: Übernahme Sennerei Sellthürn

Zum Meilenstein in der jungen Firmengeschichte wird schließlich die Sennerei in Sellthürn, die aus einer von der Schließung bedrohten Käsküche hervorgeht und zum Musterprojekt in Sachen natürlicher Heumilchveredelung gedeihen soll. Im Januar läuft das vielversprechende Projekt an. Dort entstehen, aus anfangs täglich 4.000 Litern Heumilch, nun Schönegger Hart- und Schnittkäse sowie Almbutter im Butterfass. Das kleine Unternehmen entwickelt eine einzigartige Dynamik. Die ehemalige Milchsammelstelle von Morgenbach bei Wildsteig wird in Lagerräume umgewandelt. Die gesamte Logistik, von der Auftragsannahme über die Warendisposition findet hier Platz. In der ehemaligen Günzacher Schlossbrauerei werden Reifekeller für die verschiedenen Käsesorten eingerichtet. In Buchenberg im Allgäu eröffnet die nächste „Schönegger Käse-Alm“ mit einem Festzug, während in Sellthürn die modernisierte Käserei bei einem Tag der offenen Tür von 10.000 Besuchern fast überrannt wird.

1993/94: Eröffnung der Käse-Alm in Garmisch-Partenkirchen

Da die Präsenz vor Ort, der persönliche Kontakt mit dem Konsumenten um die Ecke, durch nichts zu ersetzen ist, eröffnet Sepp Krönauer eine weitere Verkaufsstelle in Garmisch-Partenkirchen. Als gute Geschäftsbasis erweist sich das Franchisesystem, in dem die Ladenbetreiber einerseits als selbständige Kaufleute agieren, andererseits aber vom guten Namen und der Qualität der Schönegger Produkte profitieren können. Sepp Krönauers erfolgreiches Engagement hat sich mittlerweile nicht nur in Fachkreisen herumgesprochen. Immer häufiger berichten Presse und Rundfunk ausführlich. Der „Herzblatt-Hubschrauber“ besucht die Schönegger Käse-Alm. Ab 1994 wird die Versandware durch einen leistungsfähigen Paketdienst in die entlegensten Winkel Deutschlands geliefert. Qualität und Frische bleiben aber auch hier oberstes Gebot.

1995: Bau des neuen Firmensitzes in Prem

Auch wenn man, wie Sepp Krönauer und seine Leute, nach ursprünglichen handwerklichen Methoden produziert, ist man bei der Logistik doch auf modernste Technik und Kommunikationsmittel angewiesen, um im Konkurrenzkampf zu bestehen. Der Grundstein hierfür wird im Frühjahr mit dem Baubeginn für einen neuen Firmensitz mit Verwaltungstrakt und Lager in Prem gelegt. Schon im Oktober können die neuen, bestens ausgestatteten Räumlichkeiten bezogen werden. Der Umzug lässt die ganze Mannschaft aufatmen, denn die rasant wachsende Firma hatte zuvor unter anderem die Wohnung am Bauernhof in Schönegg als Büroräume genutzt und in Morgenbach Kühlcontainer im Freien aufstellen müssen.

Besuch der Herzblatt-Gewinner

Im Sommer ist das Gewinnerpaar der ARD-Fernsehsendung „Herzblatt“ wiederholt zum Schaukäsen in Schönegg. Nach dem anstrengenden „Käsen“ gibt es selbstverständlich eine leckere Käse-Brotzeit.   

Eröffnung der Bauernbäckerei

Im August beginnt Sepp Krönauer ein neues Experiment, das ganz auf traditionellen Wurzeln fußt und sein Angebotsspektrum sinnvoll erweitert. In Steingaden öffnet die „Schönegger Bauernbäckerei“ ihre Pforten und liefert die passende Beilage zum Käse: Kräftiges, urtümliches Bauernbrot aus Natursauerteig, nach dem Originalrezept seiner Mutter Katharina Krönauer.
Der Münchner Raum wird ab September durch einen weiteren Verkaufswagen mit Schönegger Spezialitäten beliefert.

1996: Partnerschaft mit Sennereigenossenschaft Andelsbuch

Die regionale Lädenexpansion setzt sich fort und bringt den legendären Heumilchkäse neben vielen anderen Spezialitäten auch nach Oberammergau. Mit der Sennereigenossenschaft Andelsbuch im Bregenzerwald wurde eine Partnerschaft für die Vermarktung ihrer Heumilchkäsespezialitäten geschlossen. Des Weiteren wird eine fahrende Schaukäserei für Läden und Wochenmärkte, als ideales Informations- und Werbemittel, eingerichtet.
Im September findet erstmals im Gewerbegebiet „Steinwies“ ein Tag der offenen Tür statt.

1997: Im Januar eröffnet in Kreuth am Tegernsee ein weiterer Schönegger Käse-Alm Verkaufsladen.
1998: 10-jähriges Jubiläum

Im Mai feiert die Schönegger Käse-Alm mit zahlreichen Besuchern, Ehrengästen und den mittlerweile 60 Mitarbeitern, welche als wichtigster Bestandteil der Produktion und vor allem als Mensch – und nicht als Kostenfaktor gesehen werden - ihr 10-jähriges Firmenbestehen mit einem großen Festwochenende in Schönegg.

1999: Die Schönegger Käseschmankerl gibt es nun auch in Bad Kohlgrub.
2001: Übernahme Sennereigenossenschaft Sulzberg

Im April 2001 wird die Bergsennerei der Sennereigenossenschaft Sulzberg übernommen und ab Herbst komplett umgebaut. Zusätzlich wird ein neuer Anbau an die bestehende Käserei errichtet, sowie eine neue Käsepresse und Reinigungsanlage installiert.

 

2002: Fertigstellung Sennerei Sulzberg

Die Bauarbeiten in Sulzberg werden im Frühling abgeschlossen. Die 1893 erbaute Sennerei zählt nun zu den innovativsten Heumilch-Sennereien in der Alpenregion. Fortan wird hier der Großteil der Schönegger Hart- und Schnittkäsespezialitäten hergestellt.

2003: Käsereifelager in Steingaden

Im Frühjahr wird das ehemalige Firmengelände der Firma Hindelang in Steingaden zu einem Käsereifelager umgebaut. Dort werden zentral die Käselaibe gelagert, gepflegt und gereift.    
Die beliebte Schaukäseveranstaltung in Schönegg ist mittlerweile überregional bekannt. Im Sommer erhält sie Besuch von der Fußballmannschaft des 1. FC Köln, die sich im Allgäu für ein Trainingslager aufhält.    
Im August wird in Murnau eine weitere Käse-Alm eröffnet.

2004: Kooperation mit König Ludwig

Eine Kooperation mit „Seiner Königlichen Hoheit“ Luitpold Prinz von Bayern wird abgeschlossen. Fortan wird das Sortiment der Schönegger Käse-Alm mit den König-Ludwig-Käsen erweitert.

2005: Genossenschaft Thüringerberg und Käse Stüberl

Im Frühjahr wird mit den Bauern der Genossenschaft Thüringerberg im Großen Walsertal eine Liefervereinbarung geschlossen und das Sennereigebäude für die Herstellung von Bergkäse und Emmentaler angepachtet.    
Im selben Jahr wurde das Klosterbräustüberl in Steingaden mit dem Namen „Schönegger Käse Stüberl“, unter deren urigen Kreuzgewölben 95 Personen Platz finden, gepachtet. Die Anfänge dieses Hauses gehen auf das Jahr 1147 zurück. Um die Tradition weiterzuführen, wird die Speisekarte mit typisch regionalen Spezialitäten geschmückt.

2006: Eine weitere Käse-Alm in Unterbrunn/Gauting bei München wird eröffnet.
2007: Eröffnung Käse-Alm in Schwangau, Unterjoch, München/Senling und Tannheim (Tirol)

Im touristisch geprägten Schwangau eröffnet im März die Schwangauer Käse-Alm. Viele Urlauber, die vielleicht das Schloß Neuschwanstein besichtigt haben, holen sich hier mit Schönegger Käsespezialitäten ein Stückchen Allgäu mit nach Hause. Im Mai wird neben der Eröffnung des Ladens in Unterjoch auch der Spatenstich für ein neues modernes Käsereifelager im Gewerbegebiet Steingaden gesetzt. Im Juli eröffnet der Schönegger Käse-Alm Laden in München/Sendling. Mit dem Laden in Tannheim öffnet im Juli die erste Schönegger Käse-Alm in Österreich seine Pforten. Hohe Ehrengäste kommen zu den Geschäftseröffnungen.

2008: Im Februar kommt in Bad Tölz ein weiterer Franchise-Laden hinzu.   
2008: Einweihung Reifelager in Steingaden

Zum 20-jährigen Bestehen wird das neue Käse-Reifelager in Steingaden eröffnet. Die in Sulzberg produzierten Schnittkäse werden zukünftig hier in modernen Naturreifekellern gepflegt und ausgereift. Noch vor der offiziellen Eröffnung besucht der Umweltstaatssekretär Dr. Marcel Huber das neue Reifelager und würdigt es als „europaweit modernstes Käse-Reifelager“. Das 20-jährige Jubiläum wird in Steingaden, zusammen mit der Eröffnung des Reifelagers, im großen Stil gefeiert.

2009: Erweiterungen am Standort Prem

Das florierende Unternehmen verlangt nach Erweiterungen. So bekommt das Lager in Prem im März einen Anbau. Dort finden die Räucherkammern für den beliebten Schönegger Räucherkäse neben einer Erweiterung für die immer größer werdende Versandabteilung ihren Platz.    

2009: Eröffnung Pfaffenwinkler Milchweg

In Rottenbuch wird der in Bayern einmalige Pfaffenwinkler Milchweg eröffnet. Schönegg mit seinem Käseladen und der Schaukäserei wird eine der 10 Stationen und die Schönegger Käse-Alm zu einem der Hauptsponsoren. Der Milchweg ist ein 4,2 km langer Lehrpfad und es handelt sich dabei um ein EU gefördertes Leaderprojekt.    

2009: Zur Adventszeit bekommt nun auch Weilheim eine Schönegger Käse-Alm.
2010: Neue Käse-Almen

Die Nachfrage nach den qualitativ hochwertigen Schönegger Produkten lässt nicht nach. Um den immer größer werdenden Kundestamm fachgerecht bedienen zu können, werden im März ein Laden in Bad Grönenbach, im August in Grainau, im September in Bad Wörishofen und im Dezember in Hopfen am See eröffnet.    

2010: Bauernbäckerei jetzt in Prem

Unterdessen erhält das Lager und der Verwaltungstrakt in Prem einen weiteren Anbau: Das beliebte Schönegger Natursauerteig Bauernbrot und die feinen Käse- und Fruchtkuchen werden nicht mehr in Steingaden, sondern ab sofort in der angebauten Bauernbäckerei in Prem gebacken.

2010: 150 Jahre Sennerei Sulzberg

Einer der Höhepunkte in diesem Jahr ist im Juni die Feier zum 150-jährigem Bestehen der Sennerei Sulzberg mit großem Heumilchfest, Umzug mit Musikkapellen, Trachtenvereinen, Trommlerzug und Böllerschützen sowie einem Tag der offenen Tür zur Besichtigung der Sennerei.

2011: Neue Schönegger Käse-Almen kommen hinzu

Die Partnerschaft mit den Franchisern hat sich bis heute für beide Seiten als erfolgreicher Weg erwiesen. Um die Weichen für ein gesundes Wachstum zu stellen und für zukünftige Aufgaben bewältigen zu können, werden weitere Schönegger Läden eröffnet: Jeweils im April in Ulm und Oberstdorf, im Juli in Steingaden und im Dezember in Kempten.    

2011: Almfest auf der Käse-Alm in Schönegg

Im April findet erneut das Almfest in Schönegg statt. Dieses Mal mit dem Kabarettisten Maxi Schafroth und dem ersten Pfaffenwinkler Milchweglauf, bei dem sich Jung und Alt in verschiedenen Disziplinen messen durften.

2012: Umbau in Schönegg mit Kräutergarten

Ab Frühjahr finden in Schönegg, dem Gründungsort der Schönegger Käse-Alm, umfangreiche Umbauten statt. Um dem immer größer werdenden Besucherstrom gerecht zu werden, erhält die Käse-Alm eine breitere Zufahrtstraße, erneuerte Sanitäranlagen, eine gemütliche, bäuerlich eingerichtete Brotzeitstube und für die interessierten Besucher auch einen Kräutergarten mit den typischen Gewächsen, welche schon seit Jahrhunderten in den Klöstern des Pfaffenwinkels gezogen wurden.

2012: Neue Verkaufsstellen

Zwei weitere Verkaufsstellen entstehen: ab September ein Verkaufswagen, der Wochenmärkte im Bayrischen Wald anfährt, und im Oktober ein Laden in Immenstadt im Oberallgäu.

2013: 25-jähriges Bestehen der Schönegger Käse-Alm

Die Erfolgsgeschichte liest sich wie aus dem Bilderbuch: Von Leidenschaft für handgefertigte Heumilchkäsequalität getrieben, entstand ein Unternehmen mit nun mehr als 120 Mitarbeitern, das die ursprüngliche kontrolliert gentechnikfreie Wirtschaftsweise der hiesigen Heumilchbauern erhält und natürliche, innovative Premium-Käsespezialitäten ohne Konservierungs- und Zusatzstoffe dem Verbraucher anbietet. Auch die Heumilchbauern sind von diesem besonderen Konzept überzeugt, da sie spüren, dass ihre wertvolle Heumilch als zentraler Bestandteil für die Schönegger Käsespezialitäten wahrgenommen wird. Aus diesem Grund ist in den vergangenen Jahren die Anzahl der Milchlieferanten stetig angestiegen, sodass mittlerweile über 280 Heumilchbauern tagtäglich ihre Heumilch zur Schönegger Käse-Alm liefern. Durch ausgewählte Zulieferbetriebe wird das Gesamtsortiment der Schönegger Käse-Alm optimal abgerundet.

2014: Neue Schönegger Käse-Almen

Ein neuer Franchisepartner eröffnet in Marktoberdorf einen Laden. In Kempten beginnt die Zusammenarbeit mit einem Spezialitätenladen in der Fußgängerzone und in Oberammergau übernimmt ein Franchisepartner den bestehenden Kundenstamm.

2015: Almfest auf der Käse-Alm in Schönegg

Das Wochenende begann mit einem heiteren Freitagabend, an dem der Allgäuer Mundart Kabarettist Broadway Joe die Gäste unterhielt. Am darauffolgenden Samstag fand der dritte Pfaffenwinkler Milchweglauf statt. Als besonderes Highlight durften wir einen der erfolgreichsten Rennrodler, den Hackl Schorsch, begrüßen. Am Sonntag ließen es sich die Besucher bei leckeren Speisen und Getränken sowie Blasmusik der Schönegger Almmusikanten gutgehen.